So funktionieren sie, wo sie zum Einsatz kommen und welche Vorteile sie im Beton bieten
Beton hält Druckbelastungen äußerst gut stand, reagiert jedoch wesentlich empfindlicher auf Zug- und Biegebeanspruchungen. Innere Spannungen können sich bereits während des Abbindens und Trocknens entwickeln. Später belasten Temperaturschwankungen, Bewegungen des Untergrunds, Fahrzeuge und andere Belastungen den Beton zusätzlich.
Aus diesem Grund müssen die meisten Betonkonstruktionen in irgendeiner Form bewehrt werden.
Lange Zeit kamen fast ausschließlich Bewehrungsstäbe und geschweißte Stahlgitter in Betracht. Heute stehen jedoch auch andere Verfahren zur Verfügung. Eines davon ist die makrofaserbasierte Bewehrung, die direkt in den Frischbeton eingemischt wird.
Aber was genau ist eine Makrofaser, wie funktioniert sie und kann sie Stahlbewehrungsmatten wirklich ersetzen?
Was ist eine Makrofaser?
Eine Makrofaser ist eine hochfeste Faser, die speziell zur Verstärkung von Beton hergestellt wird. Sie besteht in der Regel aus einem synthetischen Material wie beispielsweise Polypropylen.
Auf den ersten Blick mag es wie ein einfaches Stück Kunststoff aussehen. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um eine hochwertige strukturelle Makrofaser:
- weist eine bestimmte Zugfestigkeit auf;
- verfügt über eine Form und Oberfläche, die so gestaltet sind, dass sie sich effektiv mit Beton verbinden;
- ist beständig gegen die alkalische Umgebung von Beton;
- ist in der Lage, Risse zu überbrücken, die im Beton entstehen;
- verfügt über eine nachgewiesene Leistungsfähigkeit und die erforderlichen Bauunterlagen.
Ihr Zweck besteht nicht lediglich darin, sicherzustellen, dass „etwas im Beton enthalten ist“. Bei richtiger Dosierung entfalten die Makrofasern auch nach dem Aushärten des Betons weiterhin ihre Wirkung und tragen dazu bei, die Rissbildung zu begrenzen und Lasten zu verteilen.
Aus diesem Grund werden sie auch als strukturelle Makrofasern bezeichnet.
Wie wirken Makrofasern in Beton?
Die Makrofasern werden dem Frischbeton beigemischt und für die erforderliche Zeit mitvermischt. Während des Mischvorgangs verteilen sich die Fasern gleichmäßig im gesamten Betonvolumen.
Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Stahlbewehrungsmatten.
Stahlgitter werden in einer einzigen, festgelegten Ebene verlegt. Sie erfüllen ihre Funktion nur dann ordnungsgemäß, wenn sie innerhalb des Betonquerschnitts genau in der vorgesehenen Höhe angeordnet sind. Bleiben sie während der Bauarbeiten auf dem Boden oder auf der Dämmung liegen, können sie ihre vorgesehene Funktion nicht ordnungsgemäß erfüllen.
Makrofasern hingegen sind nicht in einer einzigen Schicht angeordnet. Sie sind über die gesamte Betonmasse verteilt und bilden so eine dreidimensionale Bewehrung.
Wenn sich ein Riss zu bilden beginnt, verbinden die Fasern, die seinen Verlauf kreuzen, die beiden Seiten des Risses miteinander. Man kann sich das so vorstellen, als würden Tausende winziger Brücken den sich bildenden Riss überspannen.
Die Fasern können:
- das Aufbrechen verlangsamen;
- die Rissbreite begrenzen;
- beim Transport von Lasten helfen;
- die Tragfähigkeit des Betons nach dem Aufreißen verbessern;
- das Risiko eines plötzlichen Ausfalls verringern.
Man muss hier genau sein: Makrofasern können Beton nicht vollständig rissfrei machen. Die Rissbildung wird von vielen anderen Faktoren beeinflusst, darunter die Betonmischung, die Wassermenge, die Tragfähigkeit des Untergrunds, die Plattendicke, Dehnungsfugen sowie die Nachbehandlung.
Die Verstärkung mit Makrofasern ist ein wichtiger Bestandteil einer fachgerecht hergestellten Betonplatte, stellt jedoch keine Wunderlösung dar, die alle anderen baulichen Anforderungen außer Kraft setzt.
Was ist der Unterschied zwischen Mikrofasern und Makrofasern?
Mikrofasern und Makrofasern werden oft verwechselt, obwohl sie unterschiedlichen Zwecken dienen.
| Kriterien | Mikrofaser | Strukturelle Makrofaser |
|---|---|---|
| Größe | Kürzer und dünner | Länger und dicker |
| Hauptzweck | Verringerung von frühen Schwindrissen | Risse überbrücken und Lasten verteilen |
| Gültigkeitsdauer | Vor allem in den frühen Phasen der Einrichtung | Funktioniert auch in ausgehärtetem Beton |
| Strukturelle Rolle | Normalerweise keine | Möglich auf der Grundlage überprüfter Leistungs- und Statikberechnungen |
| Austausch des Stahlgitters | Nicht geeignet | Kann bei bestimmten Betonplatten geeignet sein |
| Übliche Dosierung | Kleine Menge | Höhere Dosierung, angepasst an die zu erwartenden Belastungen |
Mikrofasern wirken wie ein dichtes Netzwerk aus feinen Fäden im Frischbeton. Sie entfalten ihre Wirkung vor allem, solange der Beton noch abbindet und Feuchtigkeit verliert. Sie können dazu beitragen, feine Risse zu verringern, die durch frühes plastisches Schwinden entstehen.
Strukturelle Makrofasern sind dicker, länger und können deutlich größere Kräfte aufnehmen. Sie bleiben auch in ausgehärtetem Beton funktionsfähig, wenn das Bauwerk Belastungen ausgesetzt ist oder sich ein Riss zu bilden beginnt.
Aus diesem Grund dürfen herkömmliche dünne Mikrofasern nicht als Ersatz für Stahlbewehrungsmatten verwendet werden.
Makrofasern oder Stahlbewehrungsmatten?
Stahlbewehrungsmatten und strukturelle Makrofasern verstärken Beton auf zwei unterschiedliche Arten.
Das Stahlgeflecht wird in einer festgelegten Ebene verlegt. Es muss ordnungsgemäß abgestützt werden, die Bahnen müssen sich überlappen, und beim Betonieren ist darauf zu achten, dass sich das Geflecht nicht verschiebt.
In der Praxis wird dies jedoch nicht immer umgesetzt. Insbesondere bei kleineren Projekten wird das Gitter oft einfach auf den Boden oder die Dämmung gelegt, bevor der Beton darüber gegossen wird. Es verbleibt dann im unteren Bereich der Decke und kann dort nicht wirken, wo es eigentlich benötigt wird.
Makrofasern sind im gesamten Betonvolumen verteilt. Sie erfordern weder das Schneiden, Überlappen noch das Verbinden noch den Einsatz von Abstandhaltern. Sie können beim Einbringen des Betons nicht in den Untergrund gedrückt werden und rosten nicht.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Makrofasern Stahlbewehrungen in jedem Bauwerk ersetzen können.
Stahl kann in Bauwerken wie Hängedecken, Trägern oder Stützen eine primäre tragende Funktion haben. In diesen Fällen darf er nicht ohne entsprechende statische Auslegung durch Makrofasern ersetzt werden. Wenn ein Bauteil als Stahlbeton konstruiert wurde, muss es unter Verwendung der vorgeschriebenen Stahlbewehrung ausgeführt werden.
Strukturelle Makrofasern bieten vor allem eine einfachere Lösung für auf dem Untergrund aufliegende Betonplatten, bei denen der Stahlmattenverband in erster Linie dazu dient, Rissbildung zu begrenzen und Lasten zu verteilen.
Wo können strukturelle Makrofasern eingesetzt werden?
Makrofasern werden am häufigsten in bodengestützten, plattenartigen Betonkonstruktionen verwendet.
Zu den typischen Anwendungsbereichen gehören:
- Einfahrten;
- Garagenböden;
- Bürgersteige und Fußwege;
- Terrassen;
- Betonhöfe;
- Estrich für Wohnräume;
- Estriche mit Fußbodenheizung;
- Blindbeton;
- Werkstatt- und Lagerböden;
- Betonhöfe für die Landwirtschaft;
- Böden in Stallgebäuden;
- Industrieböden;
- bestimmte Fundamentplatten, sofern dies durch entsprechende statische Berechnungen belegt ist.
Bei diesen Bauwerken wird der Beton größtenteils von einer ordnungsgemäß verdichteten Tragschicht darunter getragen. Der Hauptzweck der Bewehrung besteht in der Regel nicht darin, die gesamte Last eines freitragenden Bauwerks aufzunehmen, sondern die Lasten zu verteilen und das Aufreißen von Rissen zu begrenzen.
Die Eignung muss jedoch stets für die jeweilige Konstruktion individuell geprüft werden. Es besteht ein enormer Unterschied zwischen einem Gehweg rund um ein Einfamilienhaus und einem stark frequentierten Industrieboden, auch wenn es sich bei beiden um auf dem Boden aufliegende Betonplatten handelt.
In welchen Fällen reichen Makrofasern allein nicht aus?
Eine der größten Einschränkungen der Makrofaserverstärkung besteht darin, dass sie die Stahlbewehrung nicht in jedem Betonbauwerk vollständig ersetzen kann.
Es wird im Allgemeinen nicht als alleinige Verstärkung empfohlen bei:
- Hängedecken;
- Balken;
- Spalten;
- Sturz;
- Stützmauern;
- Balkonplatten;
- Treppen;
- Hängekonstruktionen oder freitragende Konstruktionen;
- Fundamente, die erheblichen baulichen Belastungen ausgesetzt sind.
In diesen Bauwerken übernimmt die Stahlbewehrung häufig eine primäre tragende Funktion. Ein Bauingenieur muss die erforderliche Bewehrung festlegen und entscheiden, ob Makrofasern als zusätzliche Bewehrungsform eingesetzt werden können.
Eine einfache Regel kann dabei helfen: Wenn der Beton nicht vom Untergrund abgestützt wird, sondern stattdessen eine Spannweite überspannt, frei hängt oder einen wesentlichen Teil der tragenden Konstruktion des Gebäudes bildet, dürfen Makrofasern nicht automatisch anstelle von Stahlbewehrung gewählt werden.
Was sind die Vorteile von Makrofasern?
Einer der größten Vorteile von Makrofasern ist ihre einfachere Konstruktion.
Stahlbewehrungsmatten müssen zur Baustelle transportiert, auf Maß zugeschnitten, überlappend verlegt, miteinander verbunden und auf Abstandhalter gelegt werden. Dies erfordert Zeit, Arbeitsaufwand und entsprechendes Fachwissen.
Makrofasern nehmen beim Transport nur wenig Platz ein und können direkt dem Beton beigemischt werden.
Zu den weiteren Vorteilen gehören:
- Verteilung über das gesamte Betonvolumen;
- keine Korrosion;
- kein Schneiden oder Binden;
- Es ist nicht nötig, schwere Stahlgitter zu bewegen;
- schnellere Zubereitung;
- geringerer Personalbedarf;
- keine Gefahr, dass das Gerät beim Betonieren in der falschen Höhe positioniert wird;
- gleichmäßige Bewehrung in komplex geformten Betonbereichen;
- möglicherweise geringere Gesamtkosten bei bestimmten Projekten.
Die Kosten sollten nicht ausschließlich anhand des Einkaufspreises für Stahlgitter und Makrofasern verglichen werden. Auch Transport, Entladung, Verschnitt, Abstandhalter, Bindearbeiten und Arbeitskosten müssen berücksichtigt werden.
Wie sollten Makrofasern dem Beton beigemischt werden?
Makrofasern können in der Mischanlage oder während des Betonmischvorgangs vor Ort beigemischt werden. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Fasern gleichmäßig im Beton verteilt werden.
Die Anweisungen des Herstellers müssen stets befolgt werden. Die Fasern sollten nicht als ein großes, kompaktes Bündel in den Mischer gegeben werden. Eine schrittweise Zugabe und eine ausreichende Mischzeit können das Risiko der Faserverklumpung verringern.
Nach dem Hinzufügen der Fasern muss der Beton so lange gemischt werden, bis diese gleichmäßig verteilt sind.
Die Verwendung von Makrofasern ersetzt nicht:
- die richtige Betonklasse;
- ordnungsgemäße Verdichtung der Tragschicht;
- die erforderliche Plattendicke;
- korrekter Einbau des Betons;
- ordnungsgemäße Verdichtung des Betons;
- korrekt ausgelegte Dehnungsfugen;
- eine Aushärtung, die zum richtigen Zeitpunkt beginnt.
Wird beispielsweise eine Betonplatte auf einem schwachen und instabilen Untergrund errichtet, können weder Stahlmatten noch Makrofasern allein sie vollständig vor Schäden schützen.
Wie viel Makrofaser wird pro Kubikmeter Beton benötigt?
Die richtige Dosierung lässt sich nicht anhand einer einzigen Zahl bestimmen, die für jedes konkrete Projekt gilt.
Der benötigte Betrag hängt ab von:
- Plattendicke;
- Betonqualität;
- die Tragfähigkeit des Unterbaus;
- die erwartete Belastung;
- die Häufigkeit der Beladung;
- die Größe der gemeinsamen Felder;
- die nachgewiesene Leistungsfähigkeit der Faser;
- der Verwendungszweck des Bauwerks.
Ein Fußgängerweg und ein Industrieboden, der dem Verkehr durch Lastkraftwagen ausgesetzt ist, können nicht automatisch mit derselben Faserdosis hergestellt werden.
Bei ArmoTec-Strukturmakrofasern liegen die typischen Dosierungen für eine durchschnittliche, 10 Zentimeter dicke Betonplatte in folgenden Bereichen:
| Anwendung | Empfohlene ArmoTec-Dosierung |
|---|---|
| Laufweg oder Estrich für Wohnräume | ca. 2,5 kg/m³ |
| Durchschnittliche, auf dem Boden aufliegende Betonplatte | ca. 3 kg/m³ |
| Garage oder Einfahrt für PKWs | ca. 4 kg/m³ |
| Konstruktion, die höheren Belastungen ausgesetzt ist | ca. 5–6 kg/m³ oder gemäß statischen Berechnungen |
Diese Angaben dienen lediglich als Richtwerte und ersetzen keine Begutachtung der jeweiligen Konstruktion. Bei stark belasteten, ungewöhnlichen oder tragenden Konstruktionen können statische Berechnungen erforderlich sein.
Die Behauptung, dass ein Kilogramm Fasern pro Kubikmeter für jedes Betonprojekt ausreicht, ist irreführend. Die Dosierung muss stets entsprechend der nachgewiesenen Leistungsfähigkeit des Produkts und den zu erwartenden Belastungen der Betonplatte festgelegt werden.
Welche Unterlagen sollte eine strukturelle Makrofaser enthalten?
Strukturelle Makrofasern werden in Baukonstruktionen eingebaut. Es reicht daher nicht aus, zu wissen, dass ein Produkt aus Kunststoff besteht, stabil wirkt und in Beton eingemischt werden kann.
Um ein zuverlässiges Produkt zu gewährleisten, sollten folgende Punkte überprüft werden:
- Einhaltung der geltenden Norm;
- CE-Kennzeichnung;
- Leistungserklärung;
- eindeutige Angabe des Herstellers und des Produkts;
- empfohlener Dosierungsbereich;
- Testergebnisse;
- Werte, die die Restbiegezugfestigkeit angeben.
Eine wichtige europäische Norm für Polymerfasern, die in Beton verwendet werden, ist die EN 14889-2. Die Einhaltung dieser Norm allein bedeutet jedoch nicht, dass jedes Produkt die gleiche Leistungsfähigkeit aufweist.
Konkrete Prüfverfahren, darunter der CMOD-Test, helfen dabei, diese Unterschiede aufzuzeigen. CMOD steht für „Crack Mouth Opening Displacement“ (Verformung an der Rissmündung). Der Test zeigt, wie sich faserverstärkter Beton nach der Bildung eines Risses verhält und wie viel Last er noch aufnehmen kann.
Je wichtiger die vorgesehene Funktion der Faser ist, desto wichtiger ist es, nicht nur ihre Form oder Zugfestigkeit zu bewerten, sondern auch die nachgewiesene Leistungsfähigkeit des fertigen faserverstärkten Betons.
Häufige Irrtümer über Makrofasern
„Alle Kunststofffasern sind gleich“
Das stimmt nicht. Fasern können sich hinsichtlich Material, Länge, Dicke, Form, Oberfläche und Zugfestigkeit erheblich unterscheiden. Zwei Produkte, die ähnlich aussehen, können bei Tests in Beton sehr unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.
„Ein Kilogramm reicht für jedes konkrete Projekt aus“
Es gibt keine allgemeingültige Dosierung, die für jede Konstruktion geeignet ist. Die Fasermenge pro Kubikmeter muss an die zu erwartenden Belastungen und die nachgewiesene Leistungsfähigkeit des Produkts angepasst werden.
„Bei Verwendung von Makrofasern sind Dehnungs- und Kontraktionsfugen überflüssig.“
Makrofasern machen Fugen nicht überflüssig. Die durch Schrumpfung und thermische Bewegungen verursachten Spannungen müssen weiterhin berücksichtigt werden.
„Makrofasern können Stahlbewehrungen überall ersetzen“
Das stimmt nicht. Sie können in erster Linie Stahlmatten ersetzen, die in auf dem Boden aufliegenden Betonplatten eine sekundäre Bewehrungsfunktion erfüllen. Hängedecken, Träger, Stützen und andere tragende Bauteile erfordern eine statische Auslegung.
„Bei Verwendung von Fasern kann auf die Aushärtung verzichtet werden.“
Auch bei der Verwendung von Makrofasern ist die Nachbehandlung nach wie vor unerlässlich. Wenn die Oberfläche des Frischbetons zu schnell austrocknet, kann es zu Rissen kommen.
„Je mehr Fasern dem Beton beigemischt werden, desto besser“
Eine zu hohe Dosierung kann das Anmischen, Einbringen und die Endbearbeitung erschweren. Das Ziel besteht nicht darin, so viel Faser wie möglich zu verwenden, sondern die erforderliche und geprüfte Menge einzubringen.
Was sollten Sie bei der Auswahl einer Makrofaser beachten?
Der Preis allein entscheidet nicht darüber, ob ein Fasertyp für ein bestimmtes Betonprojekt geeignet ist.
Bevor man eine Entscheidung trifft, sollte man Folgendes prüfen:
- die mit dem Produkt gelieferten Normen und Unterlagen;
- ob verifizierte konkrete Testergebnisse vorliegen;
- die vom Hersteller empfohlenen Anwendungen;
- die erforderliche Dosierung;
- die darin angegebenen Restfestigkeitswerte;
- ob es sich leicht mischen und verteilen lässt;
- ob technischer Support verfügbar ist;
- ob praktische Erfahrungen aus realen Projekten vorliegen;
- ob bei Bedarf statische Berechnungen vorgelegt werden können.
Vergleichen Sie nicht nur den Preis pro Kilogramm, sondern auch die Gesamtkosten für die Bewehrung von einem Kubikmeter Beton. Eine günstigere Faser ist nicht unbedingt die wirtschaftlichere Lösung, wenn zur Erzielung derselben Leistung eine deutlich größere Menge benötigt wird.
Zusammenfassung
Strukturelle Makrofasern bieten eine moderne Methode zur dreidimensionalen Bewehrung von Beton. Sie werden direkt dem Frischbeton beigemischt und während des Mischvorgangs gleichmäßig in der gesamten Betonmasse verteilt.
Indem sie entstehende Risse überbrücken, tragen die Fasern dazu bei, die Rissöffnung zu begrenzen und die auf die Betonplatte einwirkenden Lasten zu verteilen.
Ihre wichtigsten Anwendungsbereiche sind bodengestützte, plattenartige Betonkonstruktionen, darunter:
- Einfahrten;
- Garagenböden;
- Fußwege;
- Terrassen;
- Estrich für Wohnräume;
- Werkstatt- und Industrieböden;
- Betonhöfe für die Landwirtschaft.
Mit dem richtigen Produkt, einer korrekt festgelegten Dosierung und einer fachgerechten Verarbeitung können Makrofasern Stahlbewehrungsmatten ersetzen, die bei bestimmten Anwendungen eine untergeordnete Rolle spielen.
Allerdings können sie Stahl nicht in jedem Bauwerk ersetzen. Wenn der Beton Spannweiten überspannt, aufgehängt ist oder eine primäre tragende Funktion erfüllt, muss die erforderliche Bewehrung von einem Statiker festgelegt werden.
Häufig gestellte Fragen
Können Makrofasern Stahlbewehrungsmatten ersetzen?
Ja, bei bestimmten, auf dem Boden aufliegenden Betonplatten, bei denen das Stahlgeflecht eine sekundäre Bewehrungsfunktion erfüllt. In tragenden Stahlbetonkonstruktionen darf es jedoch nicht ohne entsprechende Auslegung ersetzt werden.
Können Makrofasern in einer Einfahrt verwendet werden?
Ja. Eine auf dem Boden verlegte Zufahrtsstraße, die dem Verkehr mit Personenkraftwagen ausgesetzt ist, ist ein typischer Anwendungsbereich für strukturelle Makrofasern. Die geeignete Dosierung muss entsprechend der Plattendicke, der Betonqualität und den zu erwartenden Belastungen festgelegt werden.
Sind Fugen bei faserverstärktem Beton erforderlich?
Ja. Makrofasern sind kein Ersatz für ordnungsgemäß ausgelegte Dehnungsfugen.
Rosten Polymer-Makrofasern?
Nein. Polypropylen-Makrofasern korrodieren nicht wie Stahl.
Bleiben die Makrofasern auf der Betonoberfläche sichtbar?
Auf der Oberfläche von frisch eingebrachtem Beton können vereinzelte Fasern sichtbar sein. Bei einer fachgerechten Oberflächenbearbeitung lassen sich die meisten davon in die Oberfläche einarbeiten. Freiliegende Faserenden können sich im Laufe der Zeit zudem mechanisch abnutzen.
Wie viel Makrofaser wird pro Kubikmeter Beton benötigt?
Die erforderliche Menge hängt vom Produkt, der Plattendicke und den zu erwartenden Belastungen ab. Bei ArmoTec liegen die typischen Dosierungen in auf dem Boden aufliegenden Betonplatten zwischen etwa 2,5 und 6 kg/m³.
Sie sind sich nicht sicher, wie viel Makrofaser Ihr Betonprojekt benötigt? Nutzen Sie unseren Rechner, um herauszufinden, wie viel Strukturmakrofaser Sie benötigen und wie viel Sie im Vergleich zu Stahlbewehrungsmatten einsparen können.








